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Vereinsgeschichte

Der Seglerverein-Rahnsdorf wurde 1926 am 13.Juli von 21 Seglern gegründet, die zum Teil aus der Interessenvereinigung Tsimulpo hervorgingen. Die ersten Seglerpioniere legten den Grundstein zu dem heutigen Besitz des SVR-1926 e.V. Mit wenig Geld, aber viel Mut und Energie wurde am Müggelsee an den Rahnsdorfer Bänken ein Wassergrundstück erworben. Die "Bänke", ein Flachwasser an der östlichen Seite des Müggelsees, bildeten durch den Boddencharakter die idealen Voraussetzungen für einen ruhigen Bootshafen.

Der Verein stellte 1927 den östlichsten Stützpunkt des "Freien Segler-Verbandes" auf dem Müggelsee dar. In den Folgejahren entstand im harten Arbeitsdienst auf dem Gelände eine Bootshalle und ein Gebäude mit Umkleideräumen und einer Vereinskantine in Fachwerkbauweise.

Zunehmend entwickelte sich nach den Aufbaujahren auch das Regattasegeln im Verein. Im Jahre 1929 zählte man 30 Mitglieder, davon 9 Jungmannen, 20 Segelboote und 2 Motorboote. Gesegelt wurde mit 20 qm und 15 qm Rennjollen, 15 qm und 10 qm Wanderjollen und mit Ausgleichsjollen. Bereits 1932 lag der SVR – 1926 e.V. in der Wettfahrtbeteiligung der Gruppe Ost des Kreises Berlin auf dem 3. Platz.

Durch den 2. Weltkrieg wurde auch im SVR das Vereinsleben und das Regattasegeln jäh unterbrochen. Nach dem Krieg galt es, die Schäden durch die Kriegseinwirkungen zu beheben und einen neuen Mitgliederstamm aufzubauen. Wie auch andere Sportgrundstücke im Ostteil der Stadt übernahm 1947 der Staat die Verwaltung des Objektes des SVR. Bis 1990 führten nunmehr die Rahnsdorfer Segler verschiedene Vereinsnamen, zugeordnet zu den Institutionen bzw. den volkseigenen Betrieben als Segelsektionen innerhalb der Betriebssportgemeinschaften.

Ab Mitte 1990 konnten auch die Rahnsdorfer Segler wieder ihren ursprünglichen Vereinsnamen annehmen. Da nachgewiesen werden konnte, daß der Verein nach 1945 bis zum heutigen Zeitpunkt seine Vereinstätigkeit laut Satzung ausübte und fortbestanden hat, ist im Ergebnis aller Bemühungen 1999 die Rückübertragung des Vereinsgrundstückes an den Seglerverein Rahnsdorf 1926 e.V. offiziell beschieden worden.

In all den 75 Jahren des bewegten Segelsportbetriebes im Seglerverein Rahnsdorf stand der Kinder- und Jugendsport im Vordergrund. Eine Vielzahl von Übungsleitern widmete sich der intensiven Ausbildung der Jüngsten. Neben dem kontinuierlichen jährlichen Arbeitsdienst der Mitglieder zur Werterhaltung und zum Aufbau der Sportanlagen, bildete die systematische von Kindern und Jugendlichen zum Regattasegeln einen wesentlichen Bestandteil der sportlichen Ziele des Vereins. Viele Jüngsten- und Jugendmeister in den Bootsklassen Optimist, Cadet, OK-Dinghy, 420er Jolle und Laser sind aus der Rahnsdorfer Segelschule hervorgegangen. Im Jahre 1992 erfolgte die Auszeichnung des Vereins mit dem "Grünen Band" für vorbildliche Talentförderung im Verein, gestiftet von der Dresdner Bank.

Die Senioren standen diesen Erfolgen nicht nach und ersegelten in den zurückliegenden Jahren eine Vielzahl von Meistertiteln und vorderen Plätzen bei Pokalregatten. Mehrmals konnte der Titel "Berliner Mannschaftsmeister" in den 70er und 80er Jahren gewonnen werden.

Zur aktiven Gestaltung des Segelsports wurden in den vergangenen Jahren eine Reihe von Regattaveranstaltungen durchgeführt. Die Ausrichtung der Ranglistenregatten im Optimist – in diesem Jahr bereits der 12. Opti-Müggel-Cup des SVR – in der 420er Jolle, der O-Jolle, und die Berliner Meisterschaft der 15 qm Jollenkreuzer haben einen festen Platz im Veranstaltungskalender des SVR gefunden.

Diethard Konarski
Ehrenvorsitzender des SVR